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Physical Foaming

Gewichtsreduktion durch Gas – präzise, stabil, wirtschaftlich

Physikalisches Schäumen ist ein modernes Leichtbauverfahren im Kunststoffspritzguss, das ohne chemische Treibmittel auskommt. Stattdessen werden physikalische Gase wie CO₂ oder N₂ genutzt, um feinverteilte Blasen in der Kunststoffmatrix zu erzeugen. So entstehen leichtere Bauteile mit reduziertem Materialeinsatz – und das bei gleichbleibender mechanischer Stabilität und hoher Oberflächenqualität.

Leistungsspektrum

Beim physikalischen Schäumen wird ein Treibgas (z. B. Kohlendioxid oder Stickstoff) in die Schmelze injiziert, noch bevor diese in das Werkzeug eingespritzt wird. Dieser Blasfluss oder die Blasphase sorgt beim Einspritzen für eine kontrollierte Zellstruktur im Inneren des Bauteils. Das Ergebnis ist ein poröser, aber formstabiler Kern mit glatter, geschlossener Oberfläche.

Im Vergleich zum chemischen Schäumen bietet dieses Verfahren:

  • höhere Maßhaltigkeit

  • größere Reproduzierbarkeit

  • keine Rückstände von chemischen Additiven

  • bessere Prozesskontrolle

Typische Vorteile

  • Gewichtsreduktion bis zu 20 %

  • Kürzere Zykluszeiten durch geringeren Füllbedarf

  • Materialeinsparung bei gleichbleibender Stabilität

  • Hohe Oberflächenqualität trotz Zellstruktur

  • Reduzierte Einfallstellen bei dickwandigen Teilen

Einsatzgebiete

  • Strukturbauteile mit geringer Sichtrelevanz

  • Trägerteile im Interieur

  • Technische Komponenten mit hohen Dämpfungsanforderungen

  • Anwendungen mit Fokus auf Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz

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